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Make.org auf dem Political Tech Summit 2026

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Make.org auf dem Political Tech Summit 2026

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Letzte Woche nahm Make.org am Political Tech Summit in Berlin teil, einem der wichtigsten Treffen in Europa an der Schnittstelle von Demokratie, Technologie und bürgerschaftlicher Innovation. Vertreten durch unsere Gründerin und CEO Alicia Combaz und die Leiterin des Deutschland-Teams Alina Schütze, trug Make.org zu zwei zukunftsweisenden Diskussionen über künstliche Intelligenz, politische Teilhabe und demokratische Erneuerung bei.

Gen Z, Demokratie und der Aufstieg von KI

Am Freitag nahm Alina Schütze am interaktiven Workshop „Agents of Change: Gen Z, Democracy, and the Rise of AI“ (Akteure des Wandels: Gen Z, Demokratie und der Aufstieg der KI) teil, zusammen mit Samuel Brielmaier (Brand New Bundestag), Kevin Tiedgen (Jung von Matt Neckar) und Marta Bieńkiewicz (Cooperative AI). Die Sitzung untersuchte die komplexe und oft widersprüchliche Beziehung zwischen der Gen Z und KI: einer Generation, die diesen Technologien stark ausgesetzt ist, aber weitgehend davon ausgeschlossen ist, ihre Regulierung und Nutzung mitzugestalten.

Es wurden Erkenntnisse aus den Beteiligungsprojekten von Make.org geteilt, die hervorhoben, dass 85 % der jungen Teilnehmer unseres kanadischen Projekts Gen(Z)AI die Auswirkungen von KI auf die psychische Gesundheit als großes oder mittleres Problem identifizieren. Die Diskussion wies auf ein wachsendes „Ressourcen-Ungleichgewicht“ hin: Während junge Menschen versiert im Umgang mit digitalen Tools sind, konzentriert sich der Zugang zu Entscheidungsmacht und sinnvoller Teilhabe weiterhin anderswo. Die Sprecher warnten auch vor den Risiken von „Post-Realismus“, Desinformation und plattformgesteuertem Engagement und betonten gleichzeitig die Notwendigkeit, KI-Kompetenz als demokratische Fähigkeit neu zu denken, nicht nur als technische.

Entscheidend war die Betonung der Sitzung, dass die Stärkung der Demokratie bedeutet, mit jungen Menschen zu sprechen, nicht nur über sie. Alina unterstrich die Bedeutung der Schaffung zugänglicher, ansprechender und wirklich inklusiver Beteiligungsformate, insbesondere online und in ländlichen Gebieten, wo junge Menschen gemeinsam mit Entscheidungsträgern Politik gestalten können, anstatt nur passive Empfänger politischer Entscheidungen zu sein.

Die Zukunft von Political Tech

Am Samstag nahm Alicia Combaz am Panel „The Future of Political Tech“ (Die Zukunft von Political Tech) teil, zusammen mit Leah Bae (Higher Ground Labs), Patrick Frank (Lunda) und Jonathan Tanner (Rootcause), moderiert von Josef Lentsch. Das Gespräch konzentrierte sich darauf, wie Civic Tech über Skalierung und Effizienz hinausgehen kann, um Vertrauen wiederaufzubauen, Deliberation zu fördern und sinnvolle Bürgerbeteiligung in einer von KI geprägten Ära zu ermöglichen. Alicia hob die Verantwortung der Akteure im Bereich Political Tech hervor, Werkzeuge zu entwickeln, die dem Gemeinwohl dienen und die demokratische Handlungsfähigkeit stärken. Sie nannte als Beispiel die kanadische Gen(Z)AI Youth Assembly, die es Civic-Tech-Akteuren ermöglicht hat, eine großangelegte Sinnstiftung, Übersetzung, Moderation und Zugänglichkeit komplexer Prozesse zu erreichen.

Während des Gipfels nahm Make.org auch am Workshop „European Civic Technology and Citizen Participation in the Age of AI“ (Europäische Civic Technology und Bürgerbeteiligung im Zeitalter der KI) teil, organisiert von Bertelsmann und Sitra. Dort diskutierten die Teilnehmer, wie Civic Technology die Bürgerbeteiligung in Europa im aktuellen Kontext von schwindendem Vertrauen, Polarisierung und durch KI geprägter politischer Kommunikation verbessern kann. Die Teilnehmer untersuchten, was Bürger benötigen, damit Beteiligung zugänglich, sicher und einfach ist, und was Civic-Tech-Anbieter brauchen, um vertrauenswürdige und skalierbare Lösungen bereitzustellen.

In beiden Sitzungen kristallisierte sich eine gemeinsame Botschaft heraus: Regulierung allein wird nicht ausreichen. Demokratische Akteure müssen jetzt aktiv mit verantwortungsvollen, partizipativen Technologien experimentieren und die Art und Weise, wie KI in der Politik eingesetzt wird, gestalten, bevor sich schädliche Dynamiken verfestigen.

Der Political Tech Summit war ein wertvoller Moment, um Ideen auszutauschen, Annahmen zu hinterfragen und das Engagement von Make.org für eine inklusive, konstruktive und zukunftsorientierte demokratische Beteiligung zu bekräftigen. Wir sind stolz darauf, Teil des Gesprächs gewesen zu sein, und freuen uns darauf, es weiter voranzutreiben.